Die Höri

Die Bodenseehalbinsel „Höri“ liegt zwischen der Stadt Radolfzell auf deutscher Seite und der Stadt Stein am Rhein auf der schweizer Seite am Untersee des Bodensees und zeigt mit ihrer Spitze bei Horn zur Insel Reichenau herüber. Es leben zirka 10.000 Einwohner auf rund 63 km2 in den Gemeinden Moos, Gaienhofen / Horn und Öhningen. Die Halbinsel Höri mit dem bis auf 715,6 m ü.M. ansteigenden waldreichen Schienerberg (wird oft von Radrennfahrern genutzt) steht größtenteils dabei unter Natur- oder Landschaftsschutz.

Die Künstlerinsel

Mit ihrer einmaligen Lage zog und zieht die Halbinsel Höri zahlreiche Künstler und Literaten auf der Suche nach Inspiration und Entspannung an.

Waren es zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch „zivilisationsmüde“ Schriftsteller wie Hermann Hesse und Ludwig Finckh, so wurde die Halbinsel Höri nach 1933 auch ein Zufluchtsort für verfolgte Künstler. So fanden hier Walter Kaesbach, Otto Dix, Helmuth Macke, Erich Heckel und Max Ackermann, nahe der Schweizer Grenze, eine neue Heimat. CurthGeorg Becker, Rudolf Stuckert, Walter Herzger, Rose-Marie StuckertSchnorrenberg ließen sich nach dem Krieg hier nieder. Heute kann man den Spuren dieser Berühmtheiten in den Kulturdenkmälern folgen, im Hesse Museum Gaienhofen, im Museum Haus Dix und im Hermann-Hesse-Haus .

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Wie entstand die Höri?

Ganz genau weiß es keiner, aber es halten sich folgende zwei Herleitungen:

Einer Sage nach soll die Halbinsel Höri wie folgt entstanden sein: Als Gott die Welt erschuf, formte er zuerst die Kontinente, die hohen Berge, die großen Flüsse und die Seen. Am Ende seiner Schöpfung schuf er die Kleinode dieser Erde, den Bodensee und zuletzt das hügelige, buchten- und tälerreiche Wiesenland zwischen Zellersee und Rheinsee. So gut schien sein letztes Werk gelungen, dass er voller Stolz und Begeisterung ausrief: „Etz hör i“ (Jetzt hör ich auf). Auch der Dichter Joseph Victor von Scheffel, dem diese Landschaft zur zweiten Heimat geworden war, formulierte es ähnlich: „Allum ist’s fein und schön, hier ist vom Weltenschöpfer ein Meisterwerk gescheh’n“.

Der Name „Höri“ lässt sich natürlich auch anders erklären: Man spricht von einer „Bischofshöri“- Die Zugehörigkeit dieses Landstrichs zum Besitz des Fürstbischofs von Konstanz.

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